Wettbewerb Gemeindezentrum St. Michael

Straßenansicht
Eingangssituation
Hofansicht
Erdgeschoss
Obergeschoss
Straßenansicht
Schnitt A-A
Schnitt B-B
Schnitt C-C

Wettbewerbsgewinn

Bei dem im Rahmen eines geladenen Verfahrens abgehaltenen Architekturwettbewerb zur Umstrukturierung des Gemeindeamtes St. Michael i. Bgld. ging das Büro ATMOS als Wettbewerbsgewinner hervor.

Projektbeschreibung
Die Neustrukturierung des Rathauses zeigt sich nach außen hin durch einen Einschnitt in den Baukörper über drei Fensterachsen auf der linken Seite der Straßenfassade. Diese Öffnung nach außen verkörpert gleichzeitig eine neue Qualität an Bürgernähe. Die Zugangsrampe zur barrierefreien Erschließung des Gebäudes reicht als einladende Geste in den Vorplatzbereich und setzt sich als überdeckter Eingangsbereich im Inneren des Bauwerkes fort. Durch den Abbruch des Stiegenhauses und die teilweise Entkernung des Bestandes wirkt der neue Bereich offen und großzügig und ermöglicht neue Blickbeziehungen bis in den Innenhofbereich des Rathauses. Bei der Bespielung des Platzes kann diese neue Zone auch funktionell miteinbezogen werden. Die Fassade des Gebäudes bleibt bis auf die neuen Teile in ihrer Gliederung bestehen und trägt so auch zum Erhalt der ortstypischen Identität bei.
 
Die Büroräumlichkeiten der Gemeindeverwaltung sind im Anschluss an das Bürgerservice geblockt situiert und ermöglichen so eine einfache Kommunikation zwischen den einzelnen Funktionen. Die ursprüngliche Struktur der Gangbereiche wird übernommen. Die halböffentlichen Bereiche (Bibliothek, Trauungssaal, Sitzungssaal) sind im Hoftrakt untergebracht und sind sowohl an die interne Erschließung gekoppelt wie auch durch einen neuen Zugang vom Hof her erreichbar. Diese Anbindung gestattet auch eine bessere Nutzung des Innenhofes und führt zu dessen Aufwertung. Eine mobile Trennwand zwischen Trauungs- und Sitzungssaal ermöglicht die Kopplung der beiden Bereiche und eröffnet so neue Möglichkeiten der Nutzung.
 
Die drei Wohnungen im Obergeschoss werden über ein neues außenliegendes Stiegenhaus erschlossen. Die Wohnungen sind großzügig geschnitten, wobei Bedacht darauf gelegt wurde, die tragende Struktur weitgehend zu erhalten. Nach Möglichkeit verfügen alle Räume über eine natürliche Belichtung beziehungsweise werden durch Oberlichtverglasungen entsprechend belichtet.

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